Berufs- und Studienorientierung

 

Wer heute nichts hinzulernt, wird, selbst mit abgeschlossener Ausbildung von gestern, morgen ein Nichtwisser sein.

Willy Meurer

 

Eine fundierte Berufs- und Studienorientierung gibt Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, eigene Berufswünsche zu entwickeln und erste Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Die Eichendorff-Schule bietet dazu einen umfangreichen Berufswegeplan an „Schritt für Schritt in den Beruf“, der aufgrund seiner Vielfalt nur auszugsweise dargestellt werden kann.

Mittlerweile ist unsere Schule zum zweiten Mal mit dem Berufswahlsiegel Baden-Württemberg BORIS ausgezeichnet worden. Dieses Siegel zeigt, dass wir eine Schule sind, die ihre Schüler in besonderer Weise bei der Wahl eines Berufs oder Studiums unterstützen.

Folgende Inhalte sind (auszugsweise) vorgesehen:

Klasse 5:

  • Gelbe Seiten: Die gelben Seiten werden als fächerübergreifendes Projekt  unterrichtet. Die Schüler durchstreifen in Kleingruppen den Stadtteil mit der Fragestellung: Wo wird bei uns im Stadtteil überall gearbeitet? Sie erstellen unter Verwendung eines vorgefertigten Steckbriefes die Plätze in unserem Stadtteil, an denen Menschen arbeiten (seit der letzten Evaluation ist dieses Projekt optionaler Bestandteil).
  • Berufe Parcours:  Er dient als Einstieg und Einblick in die Anforderungen bestimmter Berufe. Dabei durchlaufen die Schülerinnen und Schüler mehrere Stationen, an denen sie sich über praktische Aufgaben an die speziellen Anforderungen verschiedener Berufsfelder bekannt machen.
  • Bauernhofprojekt: Das Projekt wird im Bereich BNT vor- und nachbereitet. Eine Exkursion wird gemeinsam von der BNT-Lehrkraft mit dem Klassenlehrer durchgeführt. Neben den Tieren auf dem Bauernhof stehen das Arbeitsfeld eines Landwirtes und der artverwandten Berufe (Forstwirt, Landmaschinenmechaniker…) im Focus.

Klasse 6:

  • Gelbe Seiten: Die Aktion aus dem 5. Schuljahr wird noch einmal aufgegriffen und mit einer neuen Fragestellung versehen. Der Schwerpunkt liegt jetzt nicht auf den Firmen und den Orten der Arbeit, sondern auf der Arbeit selbst: „In welchen Berufen wird bei uns im Stadtteil gearbeitet?“ lautet die   Fragestellung für den zweiten Durchlauf (seit der letzten Evaluation ist dieses Projekt optionaler Bestandteil).
  • Waldtage/Waldschulheim: Im 6. Schuljahr wird in allen Fächern ein Schwerpunkt auf das Thema „Wald“ gelegt. Angedacht war die verpflichtende Teilnahme an Waldschulheimen (Mooshof/Gengenbach), doch hat sich gezeigt, dass nicht gewährleistet werden kann, dass die Klassen dort unterkommen. Vorgeschrieben sind aber nun mindesten eintägige Aktionen, die den Schwerpunkt „Wald und Forstwirtschaft“ haben. Dies kann von der Buchung des Ökomobils aus Freiburg, über die Waldbegehung mit einem örtlichen Förster, Besuche bei Sägewerken oder einer Aktion in Zusammenarbeit mit der TBO sein. Das Themenfeld „Berufe“ stellt dabei immer einen Schwerpunkt dar.

Klasse 7:

  • Sozialpraktikum:  Zuallermeist wird das Sozialpraktikum  in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Familienzentren durchgeführt, wobei die Schülerinnen und Schüler meistens einen Nachmittag für die Kleinen planen und durchführen.
  • Praxiswerkstatt (Teil 1): In der Praxiswerkstatt verlassen die Schülerinnen und Schüler die gewohnte Umgebung der Schule und werden von erfahrenen Ausbildern der IHK in 8 Miniprojekten jeweils in typische Arbeiten eines Berufsfeldes eingewiesen.
  • Komm auf Tour: Dieses Projekt ist ebenfalls ein Angebot eines externen Partners.  Bei diesem Projekt erkennen die Schülerinnen und Schüler spielerisch durch das Erleben mehrerer Stationen, wo ihre Stärken und Fähigkeiten liegen und in welchen Bereichen sie noch Entwicklungspotential haben.
  • Job-Trophy: Es handelt sich um einen zweitägigen Teamwettbewerb, der von Lehrern in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Uffhofen und der Schulsozialarbeit der Konrad-Adenauer-Schule entwickelt wurde und nun bereits seit dem Schuljahr 1999/2000 jedes Jahr durchgeführt wird. Hier werden viele Bereiche spielerisch geübt: Werbung für die eigene Person machen, Bewerbungsgespräche simulieren, Gruppenfindungsspiele und viele kleine Wettbewerbe rund um die Arbeitswelt bis hin zu „echten“ Anrufen bei der Agentur für Arbeit und einem kleinen Viedeodreh. Integriert in den Wettbewerb sind die Zubereitung der Mahlzeiten und die Dekoration der Tische für die Mahlzeiten. Der Wettbewerb ist an einen zweitägigen Hüttenaufenthalt gekoppelt. Da für die Job-Trophy sehr viele Räume und auch eine bestimmte Umgebung benötigt wird, hat sich die Buchung der immer gleichen Hütte (St. Benedikt in Zell-am-Harmersbach) bewährt.

Klasse 8:

  • Praxiswerkstatt (Teil 2): In diesem zweiten Teil wird wieder eine Woche mit 8 neuen Kleinprojekten, einem Assessment und einem Stärken-Test am Ende angeboten. Diese Woche findet ebenfalls wieder außerhalb der Schule statt und wird angeleitet von Ausbildern der IHK.
  • Die Durchführung der Praktika in Klasse 8 und 9 sind integraler Bestandteil des Lehrplanes und werden an anderer Stelle genauer beschrieben; ebenfalls das Mentorensystem, mit dem wir die Praktikums- und Bewerbungsphase begleiten.
  • BIM: Besuch der Berufsinfomesse (BIM) in Offenburg und Besuch unserer Bildungspartner auf der Messe als verpflichtender Inhalt des Berufswegeplanes in Klasse 8. Die Messe wird natürlich im Unterricht entsprechend vor- und nachbereitet. Für alle anderen Klassen (9 + 10) ist der Besuch freiwillig, wird aber immer angeboten.

Klasse 9:

  • Bewerbungstraining: Das Bewerbungstraining ist ein für die Anforderungen der Schülerschaft der Eichendorff-Schule umgewandeltes Projekt.  An den ersten beiden Tagen bieten unsere Bildungspartner Workshops für die Schülerinnen und Schüler an, die berufsfeldorientiert alle Fragen zur Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch beantworten sollen. Parallel zu diesen Workshops, die die Schüler in Kleingruppen besuchen, optimieren die verbleibenden Schülerinnen und Schüler ihre Bewerbungsunterlagen und schreiben eine komplette Bewerbung für einen Ausbildungsberuf bei einem unserer Bildungs- oder Kooperationspartner. Ab Mittwoch sind dann alle Schüler einzeln bei den Betrieben vor Ort und haben dort ein reguläres Bewerbungsgespräch oder -verfahren. Im Anschluss bekommen sie detaillierte Rückmeldungen über die Qualität ihrer Bewerbungsunterlagen, über ihr Verhalten, über ihre Wirkung im Bewerbungsgespräch und über ihre Chancen für eine Bewerbung auf Basis der vorhandenen Noten aus Klasse 8.

„Die Schule überzeugte die Jury von einem hohen Standard“ (Auszug aus dem Audit-Bericht von 2013)

„Eine Qualitätssteigerung ist deutlich erkennbar“ (Auszug aus dem Audit-Bericht von 2016)

Auszüge aus den Auditberichten