Lernen in der Gemeinschaftsschule

 

Zitat:
 
Auch ist das Suchen und Irren gut, denn durch Suchen und Irren lernt man.

Johann Wolfgang von Goethe
 
Viele Schulen haben begonnen, sich auf die persönlichen Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler auszurichten. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Unterschiedlichkeit der Lernenden als positive pädagogische Herausforderung anzunehmen: Alle sollen im Unterricht «mitkommen», mit Freude lernen und individuell bestmögliche Leistungen erreichen können. Wer Lernenden zu mehr Erfolg verhelfen will, muss sie hierfür qualifizieren, die Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Eine Kernaufgabe unserer Schule besteht deshalb darin, die Schülerinnen und Schüler zu einem altersgerechten, selbständigen Lernen und Arbeiten zu erziehen. Gute Schulen fördern bei den Lernenden gezielt (Lern-)Kompetenzen, die für das Leben und die Schul- und Berufslaufbahn bedeutsam sind.
 
 
 
Die Eichendorff-Schule hat ein Lerncurriculum entwickelt, das für jedes Schuljahr eine Anzahl relevanter Lernmethoden vorsieht, diese übt und verfestigt und jedes kommende Schuljahr verpflichtend wieder anwendet. So erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein Repertoir an Methoden, die ein eigenständiges Wissensmanagement voranbringen.
 
Unsere Schwerpunkte liegen dabei bei kooperativen Arbeitsmethoden, Methoden der Lesekompetenz und Methoden zur Visualisierung. Diese werden in jedem Lerngruppenraum durch einen Methodenbaum sichtbar gemacht und ständig erweitert .
 
Wir beginnen damit bereits in der ersten Klasse und führen das bis zu den anvisierten Abschlüssen fort.
 

Quelle: Eichendorff Schule Offenburg

 

Zitat:
 
Wo alle das Gleiche denken, denkt keiner besonders viel.
 
 
Individualisiertes Lernen ermöglicht, dass Schüler ihren Lernprozess weitgehend selbst strukturieren.
Die Schüler dürfen
  • in unterschiedlichem Tempo
  • auf unterschiedlichem Anforderungsniveau (grundlegendes, mittleres, erweitertes Niveau)
  • in unterschiedlicher Verarbeitungstiefe
  • mithilfe unterschiedlicher Lernmethoden und
  • in unterschiedlichen Sozialformen lernen.
Grundsätzlich entscheiden die Schüler in der Lernzeit, ob sie Kompetenzen in Deutsch, Mathematik oder Englisch erwerben wollen. Über die Lernwegelisten und die Beratung des Lernbegleiters (auf der Basis der Lernstandermittlung und Beobachtung) können die Schüler weiterhin darüber entscheiden, welche Lernschrittaufgaben sie ausführen. Die Schüler sind nicht verpflichtet, auf einer gewählten Niveaustufe zu verharren. Es können je nach Einzelkompetenzen, Themen, Fächern … flexibel unterschiedliche Niveaus gewählt werden. Dazu ist ausschließlich die Absprache mit dem Lernbegleiter erforderlich.
 
 
Zitat:
 
In einer Gesellschaft von drei Menschen kann ich immer einen finden, der mein Lehrer sein könnte.
 
Konfuzius
 
 
Kooperatives Lernen gewährleistet, dass alle Schüler tatsächlich aktiv lernen. Gemeinsam ist allen Formen des kooperativen Lernens, dass sich die Schüler grundsätzlich erst in Einzelarbeit und dann in der Gruppe mit den Aufgaben auseinandersetzen. Dem schließt sich stets eine Präsentation der Ergebnisse und einer Reflexion der Methode an.
 
Kooperatives Lernen ermöglicht
  • erfolgreichen Umgang mit Heterogenität in der Klasse.
  • das voneinander und miteinander Lernen der Schüler.
  • die Förderung von Lernkompetenz für jeden Schüler.
  • den eigenen Lernprozess zu verstehen und anzupassen.
  • u.v.m
 
 

Zitat:
 
Lernen heißt von selber Fragen finden und nicht Vorgegebenes ins Gedächtnis zwängen.
 
Heinz Körber
 
Themen erschließen sich nicht (nur) über Unterrichtsfächer. Eine hohe Lernqualität ergibt sich dann, wenn die Schüler ihre Themen selber finden, planen, strukturieren, bearbeiten, präsentieren, usw. Diese Verantwortung für sein Lernen zu übernehmen, ist ein wichtiger Baustein.
 
Er gewährleistet folgende Kompetenzen:
  • Ich kann mir selber eine Aufgabe stellen, die ich auch bewältige.
  • Ich kann ein Vorhaben planen, eingrenzen und Materialien sichten, strukturieren, bewerten…
  • Ich leiste in meiner Arbeitsgruppe einen sinnvollen Beitrag für das Gelingen des Gesamtprojekts.
  • Ich kann Arbeitsprozesse und -ergebnisse zunehmend selbständig reflektieren.
Diese Ziele brauchen Zeit und sind so angelegt, dass die Schüler sie bis zum Abschluss der Schulzeit erreichen. Die Themen sind fächerübergreifend und häufig auch klassenübergreifend angelegt. Spaß kommt neben dem hohen Anspruch nicht zu kurz.
 
 
Zitat:
 
… und ist der Schüler nicht wenigstens die Hälfte seines Weges alleine gegangen, so hat er nichts gelernt.

Sokrates
 

Zitat:
 
Lernen tut man nur von Leuten, die einen nicht belehren wollen.

Ulrich Erckenbrecht
 
 
Lerncoaching
Ziel von Lerncoaching ist die individuelle Unterstützung bzw. Beratung der Schüler in ihren Lern- und Verstehensprozessen. Dabei geht es meist weniger um die Fächer oder Inhalte als vielmehr um Fragen der individuellen Lernentwicklung sowie allen Fragen, die im Zusammenhang mit dem Lernen stehen. Dazu gehört beispielsweise der Erwerb personaler Kompetenzen (Selbstdisziplin, Selbstreflexion, Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen, etc.) oder sozialer Kompetenzen (Einhaltung von Regeln, andere beim Lernen unterstützen, etc.).
 
 
Zitat:
 
Ich bin immer bereit zu lernen, aber nicht immer, mich belehren zu lassen.

Oscar Wilde
 
 
Leistungsrückmeldung
Noten haben nicht die Funktion, den Eltern oder Schülern eine detaillierte Rückmeldung über ihr jeweiliges Lernen oder ihren Leistungsstand zu geben! Noten haben die Funktion zu vergleichen und zu selektieren!
Daher gibt es an Gemeinschaftsschulen Noten nur in den Abschlussklassen sowie beim Wechsel in eine andere Schulart. Den Kern der Leistungsrückmeldung bilden differenzierte Beurteilungen über den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler. Auf Wunsch der Eltern können diese durch Noten ergänzt werden.
 

Unser virtueller Tag der offenen Tür als Film: Er gewährt einen schönen Einblick in das Schulleben an unserer Gemeinschaftsschule und wie hier gelernt wird.