Lernen lernen –
Methodenlernen an der Grundschule

  
Zitat:
 
Erst lernt man zu lesen, dann lernt man zu schreiben.
Dann lernt man zu lernen und ein Schüler zu bleiben.

Michael Neunkirch
 
Viele Schulen haben begonnen, sich auf die persönlichen Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler auszurichten. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Unterschiedlichkeit der Lernenden als positive pädagogische Herausforderung anzunehmen:
Alle sollen im Unterricht «mitkommen», mit Freude lernen und individuell bestmögliche Leistungen erreichen können. Wer Lernenden zu mehr Erfolg verhelfen will, muss sie hierfür qualifizieren, die Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Eine Kernaufgabe unserer Schule besteht deshalb darin, die Schülerinnen und Schüler zu einem altersgerechten, selbständigen Lernen und Arbeiten zu erziehen. Gute Schulen fördern bei den Lernenden gezielt (Lern-)Kompetenzen, die für das Leben und die Schul- und Berufslaufbahn bedeutsam sind.
 
Die Eichendorff-Schule hat ein Lerncurriculum entwickelt, das für jedes Schuljahr eine Anzahl relevanter Lernmethoden vorsieht, diese übt und verfestigt und jedes kommende Schuljahr verpflichtend wieder anwendet. So erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein Repertoir an Methoden, die ein eigenständiges Wissensmanagement voranbringen.
 
Unsere Schwerpunkte liegen dabei bei kooperativen Arbeitsmethoden, Methoden der Lesekompetenz und Methoden zur Visualisierung.
 
Wir beginnen damit bereits in der ersten Klasse und führen das bis zu den anvisierten Abschlüssen fort.
 

Quelle: Eichendorff Schule Offenburg

 

Zitat:
 
Auch der größte Schriftsteller war einmal ein Analphabet.
 
Walter Ludin
 
Die Grundschule pflegt eine Willkommenskultur, in der jedes Kind wertgeschätzt wird. Spielendes Lernen ist Bestandteil des Anfangsunterrichts und wird zu einem zielorientierten Lernverhalten geführt. Die ersten beiden Klassen holen die Kinder an ihrem individuellen Leistungsstand ab und stärken sie von Beginn an, sich als Könner zu erleben und Freude und Verantwortung für ihr schulisches Lernen zu entwickeln.
 
Wir bieten daher ein ausgewogenes Maß an Lernformen, die …
  • … Instruktion und Selbstregulierung abwechseln.
  • … individuelles und gemeinsames Lernen ermöglichen.
  • … Aufmerksamkeit und Entspannung vorsehen.
  • … Ruhe und Bewegung anbieten.
Unser Unterricht ist so konzipiert, dass er an individuelle Leistungsstände anknüpft, dem jeweiligen Lerntempo entgegenkommt und unterschiedliche Zugangsweisen berücksichtigt.
 

Zitat:
 
Auswendiglernen fehlt die Erkenntniskraft. Sie können nur wahrnehmen, was sie sehen und sie sehen bloß die Oberfläche.

James Tyler Kent
 
Die dritte und vierte Klassenstufe verfolgt mehr und mehr das Ziel, die Kinder bei selbstorganisiertem Lernen zu begleiten. Darunter verstehen wir, dass immer weniger instruierter Unterricht stattfindet und die Kinder vermehrt ihr eigenes, individuelles Lernen planen, durchführen und reflektieren.
 
Unsere Bestrebung ist es, die Kinder bei ihrem individuellen Lernstand abzuholen und Angebote zu machen, die den unterschiedlichen Leistungsniveaus entsprechen, sodass jeder Schüler seinen eigenen Lernweg gehen kann und Erfolg dabei hat.
 
Folgende Elemente stellen wir auszugsweise für Sie dar :
  • Verwendung eines Lerntagebuchs, Lernprozesse visuell unterstützt zu reflektieren.
  • Wochenplanarbeit, um das offene, individuelle Lernen anhand von Lernwegelisten vorzubereiten
  • Standardisierte Methoden des kooperativen Lernens
  • Wochenarbeitstexte zum integrativen Lernen unterschiedlicher Inhalte
  • Freiarbeit als fester Bestandteil unseres Lernens
  • Projektarbeit als fester Bestandteil unseres Lernens
  • und vieles mehr
 
 

Zitat:
 
Das meist unterschätzte Unterrichtsfach – learning by doing.

Helmut Glaßl
 
Bereits in der Grundschule werden erste projektorientierte Kompetenzen angebahnt. Verschiedene Themenfelder gekoppelt mit gezielt eingesetzten kooperativen Arbeitsformen bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, sich schrittweise „Projektkompetenzen“ anzueignen.Ein wesentlicher Gelingensfaktor liegt hierbei in der regelmäßigen Reflektion der Arbeitsschritte bzw. Arbeitsprozesse.
 
Beispiel für Kompetenzen, die projektorientiert an dem Thema „Kartoffel“ (Kl. 3) angestrebt bzw. gefestigt werden:
  • Die Schülerinnen und Schüler können die Entwicklung der Kartoffelpflanze beschreiben
  • Die Schülerinnen und Schüler können Herkunft und Anbau von Nutzpflanzen an mindestens einem Vertreter beschreiben sowie dessen Verarbeitung exemplarisch nachvollziehen und durchführen
  • Die Schülerinnen und Schüler können Ideen, Lern- und Lösungswege, gewonnene Erkenntnisse sowie die eigene Meinung ausdrücken und begründen (zum Beispiel in Bezug auf Planung, Durchführung und Optimierung individueller Lern- und Lösungswege)
  • Sie können Medien zur Präsentation von Erkenntnissen und Ergebnissen nutzen (zum Beispiel Plakate, Wandzeitung, Klassenzeitung, digitale Medien, Filme, Zeitleisten)